05. März 2020

Die Zeit läuft ungeniert weiter. Es ist nun fast 1 1/2 Jahre her, seit Irina ihre Augen für immer geschlossen und die Schwere ihrer letzten Monate hinter sich gelassen hat. Es vergeht wohl kaum ein Tag, an dem ich nicht an sie denke, ihr Lachen in meinem Ohr höre, oder einen ihrer zielsicheren ironischen Kommentare. Irina hat ihre Spuren in dieser Welt hinterlassen. Zumindest in meiner und ich weiß, dass das nicht die einzige Welt ist, durch die ihr guter Geist noch spukt.

Vor einem Jahr haben wir - ihre Freunde, Kollegen, Bewunderer - uns mit einer großen Gedenkausstellung im Berliner Terzo Mondo von ihr verabschiedet. Sie hätte Augen gemacht, wenn sie gesehen hätte, welch Energie da in den Räumen der Lindenstraßenlegende Kostas Papanastasiou und seines Sohnes Marc herrschte, wie bewegt die Menschen von ihren Bildern, ihren Filmen und ihren Auszügen aus der "Krebskomödie" waren, die ihre Freundin, die Berliner Autorin Lydia Gebel vorlas. Der Journalist Thomas Nehls hielt eine treffende Ansprache. Rolf Hochhuth, für den Irina in den letzten Jahren gearbeitet hat, war mit seiner Gefolgschaft da, ihr Freund aus Hannoveraner Zeiten Christof Stein-schneider, Gitarrist bei den Wohnraumhelden und Fury in the Slaughterhouse gestaltete ebenso wie der Pianist Jurek Bussat die musikalische Umrahmung. Familie, Künstler aus fern und nah, Freunde und Neugierige konnten sich der Magie ihres Werkes nicht entziehen. Es war berstend voll.

Zur Finissage spielte dann noch einmal der Violinen-Virtuose David Yonan auf bevor die 70 Bilder, die wir im Lokal und in der Galerie des Terzo ausgestellt hatten, ihre Reise in Irina's alte Heimat antraten. Dorthin, wo auch Irina ihre letzte Ruhestätte in dem Wald gefunden hat, in dem sie im Herzen immer gelebt hat.

Ich habe mich im letzten Jahr damit beschäftigt, diese Homepage ein wenig auf Vordermann zu bringen. Dabei habe ich mich darum bemüht, möglichst nichts zu verändern sondern in dem Zustand zu belassen, wie Irina diese Seiten gestaltet hat. Ich habe sie aber durch eine Bildergalerie ergänzt, in der ihr nun einen vollständigeren Blick in ihr Werk werfen könnt. Die Galerie ist in einzelnen Teilgalerien nach Jahreszahlen geordnet, ich konnte aber leider an mancher Stelle nicht nachvollziehen, in welchem Jahr ein Bild tatsächlich entstanden ist. Außerdem fehlen auch noch Angaben über Maße und Techniken. Ich hoffe dass ich diese, ebenso wie weitere Jahre ergänzen kann. Die Seite mit den Animationsfilmen wurde für ein schnelleres Laden ebenfalls überarbeitet. Zudem werde ich hier über weitere anstehende Ausstellungen und Projekte informieren, die in irgendeiner Form mit Irina's Kunst zu tun haben. Ich hoffe ihr schaut von Zeit zu Zeit mal vorbei, um Irina einen kleinen Besuch abzustatten!

In nachhaltiger freundschaftlicher Verbundenheit, Daniela Wolter


Foto: Jan Sobottka


Hier findet ihr einen Nachruf auf Irina im BERLINER TAGESSPIEGEL
und einen auf der Künstlerseite phantastisch.at
Wer eine Kerze für sie hinterlassen möchte kann das hier tun: Ahorn Lips



Es folgen Einträge von Irina Rosanowski zu Lebzeiten

 
 
 
Alle Überweisungen gehen bitte auf das folgende Konto:
Spenden für Krebstherapie und Kunst
Sparkasse Lüneburg
IBAN: DE54 2405 0110 0065 3387 17
BIC: NOLADE 21LBG
 
 

DRINGEND ! Eure Hilfe ist gefragt für meine Krebstherapie
Zugegeben, es fällt mir alles andere als leicht, nach dieser Art von Unterstützung zu bitten, aber in meiner brenzlichen, verzweifelten Situation habe ich fast
keine andere Wahl:
ICH HABE KREBS!
Genauer gesagt, Speiseröhrenkrebs.
Ich wünsche mir, dass diejenigen, die diesen Hilfeaufruf jetzt lesen, es nicht als Klagelied, Selbstmitleid-Gesudel oder Bettelschrift auffassen. Und ehrlich gesagt, schäme ich mich auch ein wenig den Status quo meiner gesundheitlichen Situation öffentlich Preis zu geben. Aber, nicht vergessen: Es kann jeden und jederzeit treffen!
Ich versuche im Folgenden meinen Krankenbericht im Zeitraffer-Modus zu verfassen und nur die wesentlichen Ereignisse zu skizzieren. Wer sich in der Tiefe für meine Erfahrungen mit der Krankheit interessiert: Im Frühjahr begann meine Erlebnisse in einem Buch zusammenzutragen: Es trägt den Titel KREBS-KOMÖDIE – Wie meine Krankheit mir das Leben neu erklärte. Ich hab mir vorgenommen es erst zu beenden, sobald ich wieder einigermaßen im Leben stehe; arbeitsfähig bin, ohne fremde Hilfe Alltägliches wie z.B. Einkäufe erledigen kann und das Lachen wieder leichter wird.

Die Diagnose überrumpelte mich im August 2017.
Wie alles begann: Monate zuvor, das war im Januar 2017 wurde eine sogenannte Achalasie über eine Magenspiegelung festgestellt.
Darunter versteht man eine Art Dauerkrampf des Magenschließmuskels zur Speiseröhre, auf diese Weise ist bloß noch tröpfchenweise flüssige Kost passierbar, was mitunter starke Schmerzen verursacht. In folgenden Monaten magerte ich mehr und mehr ab und selbst Wasser lief durch die Verengung nicht mehr ausreichend in den Magen, wodurch ich obendrein stark dehydrierte. Mein Entschluss dem durch eine Operation ein Ende zu setzen, indem der Muskel durchtrennt werden sollte, wurde durch eine Gewebeentnahme durchkreuzt. Die Histologie zeigte ein bösartiges Tumorwachstum.
Von jetzt an war ich nicht mehr die exotische Achalasie-Patientin, sondern die Krebskranke. (Bis heute kann mir kein Arzt sicher erklären, was es mit der Achalasie-Diagnose auf sich hatte. Ihre Antwort war meist folgende: „Man kann Flöhe und Läuse gleichzeitig haben.“

Ja, inzwischen ist über ein Jahr ins Land gestrichen und ich musste durch diese tückische Erkrankung einiges über mich ergehen lassen. Darunter zählt ein drei-monatiger Krankenhausaufenthalt im Sommer 2017. In dieser Zeit wurde ich ausschließlich künstlich über die Vene ernährt, da der Tumor nichts mehr hindurch ließ. Nichts. Selbst das Schlucken meines eigenen Speichels wurde mir verwehrt, wodurch ich stets einen Spuckbeutel bei mir trug. Eigentlich befand ich mich im Hospital, weil eine 8 stündige Operation durchgeführt werden sollte, in der 1/3 meiner Speiseröhre entfernt und der Magen hochgezogen werden sollte. Bedauerlicherweise musste das Prozedere nach einer guten Stunde abgebrochen werden, weil meine Chirurgin bereits Metastasen im Bauchfell sichtete, die vorher unentdeckt waren. Nun wurde ich mit samt dem Krebs wieder zugenäht, da bei gestreuten, bösartigen Tumorerkrankungen laut Leitlinien nicht mehr operiert wird. Stattdessen sollte ich unmittelbar nach dem Eingriff eine Chemotherapie über mich ergehen lassen, die nur wenige Prozent Heilung (oder Besserung) versprach.
Auf die Frage hin, ob ich einen derartigen Eingriff überleben würde, zuckten meine behandelnden Ärzte nur mit den Schultern. In dieser Phase wollte mich meine kurzzeitige Onkologin in einen Rollstuhl setzten, da ich zu kraftlos und abgemagert war, um selbst kurze Wege gehen zu können.
Inzwischen bin ich buchstäblich heilfroh dem nicht eingewilligt zu haben, denn wer sich mit dem Thema Chemo- und Strahlentherapie beschäftigt hat, weiß dass es mehr Schaden als Nutzen hervorruft.
(Das Thema ist stark polarisierend und genau deswegen sollte jeder Betroffenen selbst entscheiden dürfen, welche Weg er wählt, oder?)

Zwischenzeitlich wurde mir nach nun mehr als einem 3/4 Jahr ohne natürliche Nahrungsaufnahme eine sogenannte Magensonde gelegt. Das war Mitte September 2017: Ein kleiner, feiner Schlauch führte direkt in den Magen, über den es möglich war flüssige Kost zu spritzen; auch Getränke verabreichte ich mir auf diese Weise. Mit dieser „Ernährungskrücke“ verbrachte ich weitere vier Monate, die durch einen Stent abgelöst wurde.
Vielen ist der Ausdruck vielleicht aus der Kardiologie bekannt. Dabei handelt es sich um ein schlauchförmiges Metallgitter, meist aus Titan, welches das Tumorgewebe beiseite drückt, damit breiige Kost wieder auf natürlichem Weg im Magen landet. Dank einer 3-monatigen Infusionstherapie mit Artesunat, hat sich in meiner Speiseröhre ein minimaler Durchgang gebildet, wodurch dieser Eingriff der Stentlegung ermöglicht wurde. Das war im Februar 2018.

Meine Eltern waren mittlerweile schon stark verschuldet und eine weitere Therapie in dem Ausmaß wie die Artesunat-Therapie war finanziell nicht drin, was ja auch der Grund ist für diesen Hilfeaufruf hier.
Von nun an musste der Geld-Gürtel enger geschnallt werden, was sich als Spiel mit dem Feuer herausstellte: Ich reduzierte die hocheffektiven, teuren Nahrungsergänzungsmittel auf ein Minimum. Im Juni 2018 hatte ich den Salat.
Eines Morgens war das Schlucken überhaupt nicht mehr möglich. Sofort begab ich mich auf die Rettungsstelle. Das Ergebnis: Der Tumor ist gewachsen und ein zweiter Stent musste gelegt werden. Bis zum heutigen Tag kratzten meine lieben Eltern jeden Cent zusammen, nahmen einen Kredit auf und lösten Versicherungen auf, um mich zu unterstützen. Auch arbeitete mein Vater meinetwegen ein Jahr länger, obwohl er schon längst in Pension gehen wollte.

Nun sind sie an ihrem Limit gelandet und finanzielle komplett ausgeblutet, wodurch ich mich an die Öffentlichkeit wenden muss.
Denn:
ICH WILL LEBEN!
Mit meinen 37 Jahren ist es noch nicht an der Zeit zu gehen.
Das Schmerzmittel Methadon, das ich seit etwa 2 Monaten nehme, erschweren das Meistern des Alltags zusätzlich, da ich immer und überall einschlafe und mein Gehirn sich in einem Dauernebel befindet. Selbst dieser Spendenaufruf kostet gewaltig viel Energie, was sich Außenstehende wahrscheinlich gar nicht in seinem vollen Ausmaß vorstellen können.

Bedauerlicherweise gibt meine Krankenkasse kein Geld dazu, obwohl die alternativen Therapien sinnvoll sind, was man nicht bloß an mir erkennen kann, sondern bei sehr vielen anderen Betroffenen ebenso. Aber leider bin ich für die Damen am Telefon nichts weiter als eine Nummer. Paradoxerweise werden bis zu 200.000 Euro für Chemotherapien investiert, aber für Behandlungen, die maximal ein Zehntel der Kosten verlangen, werden noch nicht einmal Anteile mitfinanziert.
Dabei sind die alternativen Heilungswege absolut nichts mit Hokus-Pokus zu verwechseln, sondern fußen auf dem Wissen von Nobelpreisträgern wie beispielsweise Linus Pauling (siehe Vitamin C) und Otto Warburg (siehe Säure-Basen-Haushalt).

Die Krankenkassen-AOK-Besetzung lässt sich keineswegs durch Fakten überzeugen. Selbst der Keto-Drink, das ist eine sehr hochkalorische Trinknahrung, die es verhindert, dass ich derzeit verhungere die Nahrungsaufnahme mit dem Stent ist nicht sehr einfach -, wird nicht übernommen.
Über den Daum gepeilt brauch ich rund 1.500 Euro monatlich, um den Krankheitsverlauf hinauszuzögern (oder mich gar zu heilen.) Denjenigen, die es genau wissen möchten, schicke ich gerne eine genaue Kostenaufstellung.

Ich bin Malerin. Und ihr/ Sie könnt/ können mich mit dem Erwerb eines Bildes gewaltig unterstützen. (Unter www.rosanowski.de sind meine Werke zu finden. Preise auf Anfrage.) Ebenso bin ich auf jede Spende angewiesen und sei sie auch noch so minimal. Über jede Hilfe bin ich unglaublich - von Herzen- dankbar, denn sie könnte mein Leben maßgeblich verlängern.
Besonders für diejenigen, die kein Geld (aus)geben wollen oder könne, mich aber dennoch unterstützen wollen, besteht eine andere Möglichkeit:

Zu meiner großen Freude und Überraschung rief mich vor einigen Tagen ein sehr hilfsbereiter Bekannter an, der von meiner dramatischen Situation erfuhr.
Er bot mir seine Unterstützung an, indem er eine KUNSTAUKTION organisieren wollen würde. (Ob das ausschließlich mit meinen Bildern und/oder den Werken anderer Künstler geschehen soll, ist noch nicht geklärt.)
Allerdings offenbarte er mir beim Telefonat, dass er alleine (!) eine derartig aufwendige Auktion nicht stemmen könne, worauf hin er mich bat, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis nachzufragen, ob es unter Euch den einen oder anderen gibt, der sich bereit erklärt bei der Realisierung dieses Projekts mit anzupacken.
Auch diejenigen, die nicht in Berlin und Umland leben, könnten sich mit einbringen.
Welche Aufgaben anfallen werden, weiß ich selbst gar nicht im Detail. Mein empathischer Bekannter, Stefan Höppe sein Name, schlug vor, seine Telefonnummer weiterzugeben um direkt mit ihm alles Weitere zu besprechen: 0176-57 69 42 36
Mir ist klar, dass man das Ganze nicht von heute auf morgen in die Welt setzten kann, dennoch drängt die Zeit: Der Tumor ist leider schon weitergewachsen!

Ich bin buchstäblich heilfroh, wenn dieser Hilfeaufruf flächendeckend geteilt (über facebook etc.) und weitergeleitet wird.
Wie gesagt, diese Aktion kostete mich wirklich immens viel Kraft und eine unvorstellbare Überwindung, deswegen wünsche ich mir vom Herzen -, dass sie nicht als lästiger Bettelbrief oder übertriebenes Klagelied aufgefasst wird.
Für Fragen stehe ich sehr gerne zur Verfügung und bedanke mich jetzt schon einmal fürs Lesen dieses ernsten Aufrufs!


Ihre/ Eure
Irina Rosanowski Berlin, 23. September 2018

Alle Überweisungen gehen bitte auf das folgende Konto:
Spenden für Krebstherapie und Kunst
Sparkasse Lüneburg
IBAN: DE54 2405 0110 0065 3387 17
BIC: NOLADE 21LBG

 

 
   
 

Hier sind 3 meiner Bilder erschienen! (Bestellen)

 

 
  Portrait von ROLF HOCHHUTH im neuen Hochhuth-Stück BEI COCO CHANEL, erschienen bei Rowohlt  
   
     
  Liebe Freunde und Bekannte, auf dieser Vernissage werde ich aus meinen UNVERSENDETEN BRIEFEN lesen. Freue mich auf Euren/ Ihren Besuch.  
   
     
  Liebe Freunde und Bekannte, auch beim 4. KUNSTSALON IRIDIUM werde ich mit einigen Bildern anwesend sein.Außerdem werde ich Texte lesen aus der Reihe UNVERSENDETE BRIEFE. Freue mich auf Euren/ Ihren Besuch.  
   
  Liebe Freunde und Bekannte, auch beim 3. KUNSTSALON IRIDIUM werde ich mit einigen Bildern anwesend sein. Freue mich auf Euren/ Ihren Besuch.  
   
  Im Rahmen der Ausstellung PHANTOM-GLÜCK liest der Schauspieler Torsten Münchow Liebesgedichte von Pablo Neruda. Außerdem werden Neruda-Animationsfilme von Irina Rosanowski gezeigt.  
   
  Laufende Ausstellung "PHANTOM-GLÜCK" bis 31.Januar 2017: (...mehr)  
   
     
  Liebe Freunde und Bekannte, auch beim 2. KUNSTSALON IRIDIUM werde ich mit einigen Bildern anwesend sein. Freue mich auf Eueren/ Ihren Besuch.  
   
     
 

Beim KUNSTSALON IRIDIUM werde ich einige neue Bilder zeigen.

Sie sind herzlich eingeladen !

 
   
 

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